Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Vielfältigkeit der Welt und meiner Interessen lässt sich im Internet nicht wiedergeben. Allerdings hilft es auch nichts, Bücher, Essays, Interviews, Videos, Podcasts oder Musik von mir zu empfehlen, denn der Zufall, der diese Werke zeitweise wertvoll, nützlich oder anregend machen kann, ist Dein Zufall, nicht meiner. Auch ich bin in meinem Leben oft auf wertvolle Anregungen gestoßen und tue das noch. Eines der jüngsten, meines Erachtens außergewöhnlichsten Ereignisse war die Eingabe folgender Zeichen in das Google-Suchfenster:

mgs-m-moc-na_wa-2-sdp-l0-v1.0/mgsc_1120/m23004/m2300446.imq~

Du kannst diese Zeichenfolge dann selbst einmal eingeben. Ich habe sie von meinem siebenjährigen Sohn so erhalten, der sie nicht abgeschrieben, sondern spielerisch erfunden hat.

Die damit verbundenen mathematischen und philosophischen Fragen verweisen auf einen seltenen Forschungsbereich, der mit dem englischen Wort “Serendipity” umschrieben werden kann. Wie der dazu verlinkten PDF zu entnehmen ist, hat mein finnischer Kollege Ilkka Kakko diese in Verbindung mit meiner Definition von Sozialkapital gebracht.
Alles, was wir als “glücklichen Zufall” (so eine Definition von Serendipity) erfahren, spielt nämlich eine Rolle im Drama unseres Lebens. Zumindest eine statistische,
falls man jeglicher Metaphysik abhold ist.

Die daraus resultierenden Grenzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung habe ich bereits einmal in meinem Artikel 360.000 Erden in der Milchstrasse unterwegs gestreift.1_zu_26_hoch_120      So hoch ist die Wahrscheinlichkeit,  zwanzig erwartete Zeichen “zufällig” einzugeben”.
Ich habe zu diesem Thema mit Gymnasiasten diskutiert und davon gibt es ein fünfminütiges Video:
Wenn Du mich in den nächsten Jahren bei solchen Ausflügen an die Grenzen menschlichen Wissens begleiten möchtest, kannst Du nur gewinnen. Aber Leben ist auch ohne besonderes Wissen eine phantastische Ausnahme.

Nachtrag am 9. April 2013: Nachdem ich meine Überlegungen zu der rätselhaften Zeichenfolge auf Telepolis veröffentlicht Telepolis_Gott_würfelthabe, gab es bisher neben Zweifeln am Wahrheitsgehalt meines Erlebnisses auch 300 Kommentare. 1498 Besucher gelangten gar zu dieser Dornröschenseite, von denen sich wiederum 90 die PDF von Ilkka Kakko herunterluden.

Vielleicht die Sorge ja doch unberechtigt, Serendipity sei ein zu schwieriges Thema?

 

 

One thought on “Liebe Leserin, lieber Leser!

  1. Hallo Herr Dill,
    vielen Dank für Ihre beiden Beiträge zum Thema “Mollath” bei Telepolis.
    Beide Male haben Sie in einen Ameisenhaufen gestochen. Die Aggressivität der Mollath-Anhänger ist abstossend primitiv Ein Thema für sich..
    Ich hoffe, Sie werden weiter gegen den Stachel löken.
    Freundliche Grüsse,
    Stefan Mittler

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